
CompactPCI (cPCI) wurde Ende der 1990er Jahre gegründet, um einen robusten, auf Eurocard basierenden Formfaktor rund um PCI anzubieten. Die Spezifikation basiert auf dem 2-mm-Steckverbinderstandard und den IEEE 1101.10/11-Mechaniken. PCIBus war ein bewährter Bus mit einer riesigen installierten Basis in verschiedenen Marktsegmenten wie Telekommunikation, Industrieautomatisierung usw. Die CompactPCI-Architektur konnte auch das kostengünstigere, weit verbreitete PCI-Silizium und die allgegenwärtige WinTel-Architektur (Windows/ Intel) nutzen.
PICMG veröffentlichte Ende der neunziger Jahre eine Reihe von Spezifikationen, die sich mit kritischen Anforderungen der Telekommunikationsbranche wie Hot-Swap und Five-Nine-Verfügbarkeit (99,999) befassten. PICMG 2.1 (Hotswap), PICMG 2.5 (H110-Telefoniebus), PICMG 2.7 (Dualer Systemsteckplatz) und PICMG 2.9 (Systemverwaltungsbus) waren einige der Spezifikationen, die den Einsatz des cPCI-Busses zu einem überzeugenden Grund für neue Produkte für Computertelefonie, VoIP und eine Vielzahl anderer Anwendungen machten.
CompactPCI ist eine robuste, modulare Embedded-Computing-Architektur auf PCI-Basis im Eurocard-Format, die speziell für industrielle, Telekom- und militärische Anwendungen entwickelt wurde. Sie ermöglicht hohe Zuverlässigkeit sowie modulare Systemintegration.
CompactPCI bietet höhere Robustheit, Hot-Swap-Fähigkeit, modulare Erweiterbarkeit und langfristige Verfügbarkeit – Eigenschaften, die für mission-kritische Anwendungen entscheidend sind.
Ja, entsprechende PICMG-Spezifikationen ermöglichen das Austauschen von Karten im laufenden Betrieb, wodurch Wartungszeiten reduziert und Systemverfügbarkeit erhöht werden.
CompactPCI-Systeme sind typischerweise in 3U- und 6U-Formaten sowie in unterschiedlichen Busbreiten und Taktraten verfügbar, wodurch sie flexibel an verschiedene Anforderungen angepasst werden können.
Erweiterungen wie CompactPCI Plus IO und CompactPCI Serial ermöglichen serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (z. B. PCIe, SATA, USB, Ethernet) und erleichtern den Übergang von parallelen zu modernen Hochgeschwindigkeits-Architekturen